Montag, 22. August 2016

Rezension | Jackaby

William Ritter | Band 1 von 4 | cbt | 9,99€ | OT: Jackaby | Juli 2016 | 320 Seiten

New Fiddleham 1892: Neu in der Stadt und auf der Suche nach einem Job trifft die junge Abigail Rook auf R. F. Jackaby, einen Detektiv für Ungeklärtes mit einem scharfen Auge für das Ungewöhnliche, einschließlich der Fähigkeit, übernatürliche Wesen zu sehen. Abigails Talent, gewöhnliche, aber dafür wichtige Details aufzuspüren, macht sie zur perfekten Assistentin für Jackaby. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag steckt Abigail mitten in einem schweren Fall: ein Serienkiller ist unterwegs. Die Polizei glaubt, es mit einem gewöhnlichen Verbrecher zu tun zu haben, aber Jackaby ist überzeugt, dass es sich um kein menschliches Wesen handelt ...

Es war Ende Januar und New England trug einen Mantel aus frisch gefallenem Schnee, als ich über die Landungsbrücke von Bord ging.

»Aber das ist typisch für Jackaby. Dinge, die eigentlich in völligem Widerspruch zueinander stehen - Wissenschaft und Magie, Schönheit und Chaos -, folgen einfach nicht denselben Regeln, sobald Jackaby seine Finger im Spiel hat.«

 Ich bin sehr froh, dass das Originalcover übernommen wurde, es hat seinen ganz eigenen Charme.

Und es gibt noch etwas, besser gesagt: jemanden, der seinen ganz eigenen Charme hat: Mr. R.F. Jackaby. Seltsam, verschroben, außergewöhnlich, genial: Seiner Persönlichkeit muss man einfach verfallen. Herrlich amüsant, wie er mit anderen Menschen umgeht, während er nebenbei seine Deduktionen anstellt. Fans von Sherlock Holmes werden hier ihren Charakter finden.

Weniger mochte ich Abigail Rook, aus deren Perspektive die Story erzählt wird. Auch sie brilliert zwar stellenweise mit guten Sprüchen und starkem Auftreten, aber meist bleibt sie mir doch zu passiv. Man hätte sie, unabhängig von Jackaby, mehr in die Ermittlungen hineinbeziehen können, sodass sie auch einen bedeutenden Teil dazu beiträgt, den Fall zu lösen, anstatt dass sie nur ihrem Arbeitgeber hinterherläuft.


Die Jagd nach dem Mörder gestaltet sich als zunehmend unheimlich und der Plot lockt immer mehr mysthische Wesen hervor, sodass die übernatürliche Atmosphäre gelingt, auch hinsichtlich der Handlungszeit von 1892. Etwas vorhersehbar ist es gegen Ende schon, jedoch nicht so übermäßig, dass es ein Kritikpunkt wäre, da ich mir durch aufregende Wendungen nicht sicher sein konnte. Generell hält sich der Spannungsbogen ausdauernd, immer wieder erfährt man neue, skurrile Dinge aus dem Leben von Jackaby, in das sich nun auch Abigail voller Abenteuerdrang einfindet.

William Ritters Schreibstil ist nicht nur überaus flüssig, sondern auch sehr humorvoll. Immer wieder wird ein Gespräch durch Witze aufgelockert, die weder erzwungen wirken noch den Ernst der Situation nehmen. Stattdessen ist es wunderbar unterhaltsam, während man gleichzeitig über Jackabys Verhalten und Weisheiten rätselt. Es steckt noch so viel Mögliches in der mysthischen Welt von New Fiddleham; meine Neugier auf die Folgebände ist definitiv geweckt - wenn auch noch keine Begeisterung, dafür dürfte man ruhig mehr zu Jackabys Hintergrundgeschichte und ein ausgeglicheneres Team erwarten.

Atmosphärisch und herrlich amüsant gestaltet sich die faszinierende Suche nach Übernatürlichem, wobei der Titel schon aussagt, was bzw. wer das Beste am Buch ist: Natürlich Mr. Jackaby.
Band 1,5 "The Map" ist eine ebook-Kurzgeschichte
Band 2 "Beastly Bones" erschien im Original September 2015
Band 3 "Ghostly Echoes" August 2016

Kommentare:

  1. Huhu liebste Noemi <3

    wie immer eine mega tolle Rezension, die mich so neugierig auf das Buch macht. Ich habe schon bei deinem Monatsrückblick geschrieben, dass ich "Jackaby" unbedingt haben möchte, du hast mich jetzt nur noch einmal mehr darin bestärkt :)

    Danke dafür :-*

    Drück dich, Ally

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    1. Ich danke dir für deine lieben Kommentare! Und ganz viel Freude beim Lesen! <3

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  2. Hallo Noemi,

    ich bin heute zum ersten Mal auf deinem Blog und durch deine Jackaby Rezi hier gelandet. Da ich ziemlich einer Meinung mit dir bin, habe ich sie auch direkt mal bei mir verlinkt :)
    Ich mag das Cover auch super gern. Und Jackaby ist einfach nur ein herrlicher Charakter. Ich musste auch ziemlich oft über ihn schmunzeln :D

    Viele liebe Grüße
    Nanni

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    1. Oh vielen Dank, ich schau gleich bei dir vorbei! :)

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